Tag6 – Andorra, mein Konsumtempel

Tag6 – Andorra, mein Konsumtempel

24. September 2018 Aus Von mamaladnamala

Gefahrene Strecke: 422km

Sprit: wurde verbraucht

Zeit hinterm Steuer: 10 Stunden

Durchfahrene Länder FR-SP-FR-AND

 

Heute heißt es wieder Strecke machen bis nach Andorra. Wir haben errechnet, dass wir Minimum 400km unterwegs sein werden und wollen demnach früh starten.

Wir stehen unangenehm früh um 6 Uhr auf, die Sonne ist auch noch nicht da. Wir Packen alles zusammen und trocknen das Zelt so gut es geht vom nächtlichen Gewitter.

Um 7:30 verlassen wir den Campingplatz um festzustellen, dass die Rezeption zum Bezahlen erst um 8:30 öffnet.

Wir gestehen uns unsere eigene Dummheit ein und verbrauchen in der nächsten Stunde erstaunlich viel Datenvolumen.

Der Heutige Tag verspricht interessant zu werden, denn es geht nach Andorra. Namentlich bekannt, mehr aber auch nicht, überlegen wir uns zu viert, was uns wohl erwarten könnte.

Nach dem Auschecken geht es entlang am Mittelmeer weiter in Richtung Pyrenäen und in einem kleinen Hafenstädtchen machen wir Pause.

Wir lernen einen Segler kennen, der mit seinem Zweimaster namens Galileo in 10 Jahren die Welt umsegelt hat. Seit kurzem ist er von den Azoren zurück um sich jetzt eine kleine Pause in Frankreich zu gönnen. Wir lauschen gespannt den Geschichten einer 7 Wochen dauernden Überfahrt von Buenos Aires nach Spanien und uns kommt unsere 12 Tage dauernde Rally plötzlich sehr kurz vor.

Nach einem Glas Sekt setzen wir die Segel und folgen der Küste weiter nach Süden.

Die jetzt kommenden Bergpässe erklimmen wir mit unserer gewonnenen Alpenerfahrung souverän und mit ordentlich Tempo.
Wir lauschen gespannt dem Strudel im Tank des 500ers und sind froh, den glücklich wild rußenden Bulli hinter und nicht vor uns zu haben. Der nachfolgende Verkehr wird nicht beneidet.

Wir überqueren die Grenze zu Andorra und werden erschlagen von Konsum. An jeder Ecke gibt es scheinbar alles zu kaufen. Steuerfrei.

Die Stadt sieht aus wie geleckt und wir verfahren uns in den verschlungenen Straßen allerhöchstens 20 Mal um schließlich vor unserem, während der Fahrt gebuchten, Hotel zu stehen.

Es ist kurz vor 8 abends und vor uns liegt die letzte Herausforderung: Mit einer vollbeladenen S-Klasse mit Dachkorb in eine 2 Meter hohe Tiefgarage zu kommen, deren Einfahrt einen äußerst Mittelschalldämpfer-unfreundlichen Einfahrtswinkel hat. Doch auch das schaffen wir nach viel Schweiß letztendlich auch noch und so gehen wir zusammen mit Nils und Micha in die Stadt shoppen und essen, wo wir dann auch Sandra wieder kurz treffen.